Am 14. Juni lief ich meinen zweiten Halbmarathon in diesem Jahr. Beim ersten, im März in Berlin, lief ich eine neue persönliche Bestzeit. Und diesmal? Nein. Ich hatte ja schließlich die Streckenbeschreibung gelesen. Hier ein Auszug:
Der Halbmarathon führt im Uhrzeigersinn um den Wutzsee, dann werden Sie von der Freiwilligen Feuerwehr über den Marktplatz geleitet. Anschließend gelangen Sie zum Gudelacksee, der entgegengesetzt des Uhrzeigersinns umrundet werden muss. Bei dieser Distanz werden die meisten Höhenmeter auf dem Wutzseeteil absolviert. Eine kleine Herausforderung stellt das Überlaufen einer Brücke über den Rhin dar. Der letzte Kilometer ist kein Zuckerschlecken, führt er doch fast ausschließlich bergauf.
Eine Zeit von 1:50:00 h:m:s wäre schön, wir werden sehen...
Auf meiner Fahrt nach Lindow (Mark) fuhr ich am Schloss Meseberg vorbei, dem Gästehaus der Bundesregierung. Ein sehr schönes und gepflegtes Anwesen.
Der Halbmarathon führt im Uhrzeigersinn um den Wutzsee, dann werden Sie von der Freiwilligen Feuerwehr über den Marktplatz geleitet. Anschließend gelangen Sie zum Gudelacksee, der entgegengesetzt des Uhrzeigersinns umrundet werden muss. Bei dieser Distanz werden die meisten Höhenmeter auf dem Wutzseeteil absolviert. Eine kleine Herausforderung stellt das Überlaufen einer Brücke über den Rhin dar. Der letzte Kilometer ist kein Zuckerschlecken, führt er doch fast ausschließlich bergauf.
Eine Zeit von 1:50:00 h:m:s wäre schön, wir werden sehen...
Auf meiner Fahrt nach Lindow (Mark) fuhr ich am Schloss Meseberg vorbei, dem Gästehaus der Bundesregierung. Ein sehr schönes und gepflegtes Anwesen.
Das war die achte Trainingswoche, die mit einem Halbmarathon endete. Noch vier Wochen bis zum 'Großen'.
So wenige Kilometer wie in dieser Woche, bin ich schon lange nicht mehr gelaufen und das tat ganz gut, wie ich finde. :)
Die zwei Läufe in der Woche waren entspannt, der Fokus war eindeutig auf den Halbmarathon gerichtet, denn ich habe mir eine neue Bestzeit vorgenommen. Die aktuelle liegt bei 01:50:49 h:m:s. und um mindestens eine Minute möchte ich mich verbessern, so der Plan.
Mittwoch, 25. März, Notfallkontakte angeben. In einer Email vom Veranstalter SCC, bat man darum, zwei Kontakte anzugeben, die im Falle eines Falles kontaktiert werden. Gesagt, getan. Ich hinterlegte wieder die Daten meiner Frau und meiner Schwester. Genau, wie im letzten Jahr. Nur vergaß meine Frau ihr Telefon zu Hause und meine Schwester legte sich ein oder zwei Tage zuvor ein neues Handy zu mit neuer Nummer. :o
Donnerstag, 26. März, Startnummer abholen. Öffnung der Türen um 15 Uhr. Meine Nummer hielt ich um 15:11 Uhr in den Händen.
So wenige Kilometer wie in dieser Woche, bin ich schon lange nicht mehr gelaufen und das tat ganz gut, wie ich finde. :)
Die zwei Läufe in der Woche waren entspannt, der Fokus war eindeutig auf den Halbmarathon gerichtet, denn ich habe mir eine neue Bestzeit vorgenommen. Die aktuelle liegt bei 01:50:49 h:m:s. und um mindestens eine Minute möchte ich mich verbessern, so der Plan.
Mittwoch, 25. März, Notfallkontakte angeben. In einer Email vom Veranstalter SCC, bat man darum, zwei Kontakte anzugeben, die im Falle eines Falles kontaktiert werden. Gesagt, getan. Ich hinterlegte wieder die Daten meiner Frau und meiner Schwester. Genau, wie im letzten Jahr. Nur vergaß meine Frau ihr Telefon zu Hause und meine Schwester legte sich ein oder zwei Tage zuvor ein neues Handy zu mit neuer Nummer. :o
Donnerstag, 26. März, Startnummer abholen. Öffnung der Türen um 15 Uhr. Meine Nummer hielt ich um 15:11 Uhr in den Händen.
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| Eingang Flughafen Tempelhof |
Am Sonntag, 19. Oktober 2014, lief ich meinen 3. Halbmarathon seit 30. März 2014. Zuvor wusste ich nicht so recht, welche Zeit ich anpeilen soll oder ob es ein entspannter letzter HM in diesem Jahr werden soll. Schließlich entschloss ich mich, eine neue Bestzeit anzupeilen, um noch mehr Geld zu spenden. Für jeden Kilometer, den ich lief, spende ich einen kleinen Betrag an Ärzte ohne Grenzen und für eine neue Bestzeit lege ich nochmals 10 Euro drauf. Ich nehme schon mal vorweg, dass ich es geschafft habe und sich die Ärzte über ein paar Taler mehr freuen dürfen. Eine tolle Aktion wurde hier ins Leben gerufen.
Es war ein schöner Lauf im Berliner Südosten, rund um den Müggelsee und noch weiter.
Gegen 8:30 Uhr hatten wir, meine Kollegen und ich, diesen schönen Blick. Balsam für die Seele.
Es wurde in drei Wellen gestartet und ich stand im ersten Block. Warum das eine Herausforderung für mich darstellte, erkläre ich hier.
Nach ein paar mahnenden Worten und Streckeninfos, wurde der Countdown gestartet. 10 - 9 - 8 - 7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - Start(schuss).
Es war ein schöner Lauf im Berliner Südosten, rund um den Müggelsee und noch weiter.
Gegen 8:30 Uhr hatten wir, meine Kollegen und ich, diesen schönen Blick. Balsam für die Seele.
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| Müggelsee in Berlin Köpenick |
Nach ein paar mahnenden Worten und Streckeninfos, wurde der Countdown gestartet. 10 - 9 - 8 - 7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - Start(schuss).
Ich hatte mich für den 16. Mercedes Benz Halbmarathon angemeldet und dieser sollte mein zweiter insgesamt sein. Mein erster war der 34. Berliner Halbmarathon im März, den ich in 2 Stunden und 5 Minuten mit einer Pace von 5:55 absolvierte. Es war ein fantastisch.
Ich lief weiter regelmäßig und ich freute mich auch auf diesen. Start war um 9 Uhr in Berlin Tegel und die Strecke war (natürlich für Berlin) flach. Es gab eine Ausnahme und die war, dass eine Autobahn überquert werden musste. Der Weg darüber führte über eine Brücke und die Steigung war bei der zweiten Runde mindestens so intensiv, als würde ich einen 2000er erklimmen. Ich übertreibe nicht. Na ja, vielleicht ein bisschen, bisschen viel. Auf jeden Fall zooog sich die Brücke.
Ich lief diesmal nicht alleine und das hat mir sehr geholfen, denn ich lief eine für mich fantastische Zeit mit 1:53:02 und einer Pace von 5:17. Ich war immerhin 12 Minuten schneller, als beim ersten HM. Die Medaille war sehr schön gestaltet und nun habe ich schon zwei.
Ich lernte bei diesem Wettkampf zwei Com Mitglieder kennen. Von +Thomas Müller bekam ich den Tipp, dass im Oktober noch ein HM in Berlin stattfindet. Rund um den Müggelsee im Südosten. Eine sehr schöne Gegend...
In diesem Sinne, bleibt gesund!
Der Halbmarathon in Zahlen - bitte klicken!
Ich lief weiter regelmäßig und ich freute mich auch auf diesen. Start war um 9 Uhr in Berlin Tegel und die Strecke war (natürlich für Berlin) flach. Es gab eine Ausnahme und die war, dass eine Autobahn überquert werden musste. Der Weg darüber führte über eine Brücke und die Steigung war bei der zweiten Runde mindestens so intensiv, als würde ich einen 2000er erklimmen. Ich übertreibe nicht. Na ja, vielleicht ein bisschen, bisschen viel. Auf jeden Fall zooog sich die Brücke.
Ich lief diesmal nicht alleine und das hat mir sehr geholfen, denn ich lief eine für mich fantastische Zeit mit 1:53:02 und einer Pace von 5:17. Ich war immerhin 12 Minuten schneller, als beim ersten HM. Die Medaille war sehr schön gestaltet und nun habe ich schon zwei.
Ich lernte bei diesem Wettkampf zwei Com Mitglieder kennen. Von +Thomas Müller bekam ich den Tipp, dass im Oktober noch ein HM in Berlin stattfindet. Rund um den Müggelsee im Südosten. Eine sehr schöne Gegend...
In diesem Sinne, bleibt gesund!
Der Halbmarathon in Zahlen - bitte klicken!
Sonntag, 30. März
Nun war er also gekommen, der langersehnte Tag. Der Tag, an dem ich meinen ersten Halbmarathon laufen sollte. Der Tag, auf den ich seit Oktober 2013 hintrainierte. Der Tag, auf den ich mich so freute.
Einen Kaffee getrunken, eine Kleinigkeit gegessen und meinen gepackten Beutel nochmals kontrolliert. Gegen 8 Uhr fuhr ich los Richtung Startmeile. Auf der Büschingstraße liefen sich die Pacemaker der Profis warm. Ein unglaublich hohes Tempo.
Bis zum Eingang noch zwei Bananen gegessen und dann durch die Sicherheitskontrolle. So viele Leute, vor allem vor den WCs. Nein, ich muss nicht. Kleidersack abgegeben und nun heißt es, Atmosphäre genießen. Weiter vorne wieder zig Dixi Klos - ja, ich muss. Vorsorgen. :)
Ich war so aufgeregt, dass mein Puls kurz vor dem Start bei 112 lag.
Ein unvergessliches Erlebnis und ich bin mir sicher, dass dieser Halbmarathon bestimmt nicht mein letzter Wettkampf war.
Der Link zum Lauf - hier klicken
Nun war er also gekommen, der langersehnte Tag. Der Tag, an dem ich meinen ersten Halbmarathon laufen sollte. Der Tag, auf den ich seit Oktober 2013 hintrainierte. Der Tag, auf den ich mich so freute.
Einen Kaffee getrunken, eine Kleinigkeit gegessen und meinen gepackten Beutel nochmals kontrolliert. Gegen 8 Uhr fuhr ich los Richtung Startmeile. Auf der Büschingstraße liefen sich die Pacemaker der Profis warm. Ein unglaublich hohes Tempo.
Bis zum Eingang noch zwei Bananen gegessen und dann durch die Sicherheitskontrolle. So viele Leute, vor allem vor den WCs. Nein, ich muss nicht. Kleidersack abgegeben und nun heißt es, Atmosphäre genießen. Weiter vorne wieder zig Dixi Klos - ja, ich muss. Vorsorgen. :)
Ich war so aufgeregt, dass mein Puls kurz vor dem Start bei 112 lag.
Nur noch wenige Minuten bis zum Start. Einige tanzen zur Musik, viele lachen und ein paar wenige sind sehr konzentriert. Da dies mein erster Lauf ist und ich bei meiner Anmeldung keine Zeit angab, lief ich, wie 1000e andere, mit der letzten Welle im Block F.
Nun waren es nur noch wenige Sekunden bis zum Start und der Sprecher zählte die Sekunden runter. Kurz danach ging es erst langsam und dann immer schneller zum Start und schließlich überquerte auch ich die Startlinie. Gänsehaut. Es geht looooos.
Kurz nach dem Start führte die Strecke vom Alexanderplatz auf die Straße 'Unter den Linden'. Höhe 'Neue Wache' standen Familie und Freunde um mich anzufeuern. Was für ein großartiges Gefühl. Weiter ging es Richtung und schließlich durchs Brandenburger Tor. Das war eines von vielen Highlights auf der Strecke.
Die Straße des 17. Juni kam mir bei Trainingsläufen immer sehr lang und nicht enden wollend vor. Heute jedoch schien mich die lange Gerade zu tragen. Die Zuschauer und die Bands an der Strecke verbreiteten eine unglaublich tolle Stimmung.
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| Siegessäule |
Nach sechs Kilometer die erste Wasserstation. Bei den Temperaturen gönne auch ich mir ein kühles Nass. Der nun kommende Lärm stammte nicht von Bands oder Zuschauern sondern von den Plastikbechern auf der Straße.
Vom Ernst Reuter Platz zum Schloss Charlottenburg und dann nach links Richtung Ku'damm. Immer wieder schaute ich mich nach Toiletten um, denn ich musste. Zwischen Kilometer 9 und 10 war es dann so weit. Da stand sie, ganz alleine auf mich wartend, aber mit einem Schloss abgeschlossen. :( Also weiter laufen. Zwischen Kilometer 11 und 12 stand wieder eine. Diesmal war ich weniger euphorisch, aber dann... Aaahhhhh... Ich glaube, es war nur eine Kopfsache, aber was muss, das muss. :)
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| Gedächtniskirche |
Mittlerweile lief ich schon auf dem Kurfürstendamm Richtung Gedächtniskirche. Meine Beine wurden schwerer und ich fing an, die Kilometer runterzuzählen. Aber dann hörte ich: 'Lauf, René, lauf. Du schaffst das!'. Hä? Ich schaute in die Zuschauermenge, konnte aber niemand sehen, den ich kenne. Ein paar hundert Meter weiter feuerten mich wieder einige an und dann erinnerte ich mich, dass mein Name auf der Startnummer stand. Das zeigte wieder, was für eine tolle Stimmung herrschte. Gute Laune überall. Danke Petrus, das ist auch dein Verdienst.
Nur noch sechs Kilometer. Ich dachte ja, dass sich das Feld irgendwann auflöst, aber dem war nicht so. Den ganzen Lauf war ich von mehreren hundert Läuferinnen und Läufern umgeben und es gab zum Glück nur wenige, die keine Rücksicht auf andere nahmen. Ich freute mich, dass ich schon einige E und D Starter überholte und dass ich meinen Rhythmus seit Beginn hielt. Ich lief ohne Uhr, nur mit dem Smartphone in der Tasche. Das entschied ich für mich am Samstag, also einen Tag zuvor. Ich wollte den Lauf genießen und nicht ständig auf die Uhr schauen, die blieb zu Hause. Einige Sprüche auf den Schildern brachten mich teilweise zum schmunzeln. Zum Beispiel: 'Pain now, beer later' oder 'Beeilt euch, das Bier wird warm'. 'Jetzt umdrehen wäre auch blöd', war bei Kilometer 14 zu lesen. Herrlich.
Potsdamer Platz, nur noch wenige Kilometer. Jetzt waren die Beine richtig schwer und ich überlegte, ein paar Meter zu laufen. Allerdings hatte ich bedenken, dass ich dann nicht mehr meinen Rhythmus finde. Also weiter.
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| Potsdamer Platz |
Von hier aus führte die Strecke noch zum Checkpoint Charlie. Die Bands und Trommler spielten nun schnellere Stücke, also ob sie die letzten Reserven aus uns herauskitzeln wollten. Zumindest bei mir hatten sie es geschafft. Danke.
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| Checkpoint Charlie |
Leipziger Straße, Spittelmarkt, Gertaudenstraße, Mühlendamm immer gerade aus. Noch ein Kilometer. Durchhalten! Die Zuschauer standen dicht an dicht, die Anfeuerungen wurden immer lauter. Die letzte Kurve, rein in die Zielstraße und das Ziel vor den Augen. 200 Meter, 100, 50, geschafft. Die arme Richtung Himmel gestreckt und ein 'Jaaa' ausgerufen. Ich habe es geschafft. Ich bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Noch nie zuvor bin ich 21 Kilometer am Stück gelaufen. Mein ganzes Gesicht schien zu Lächeln.
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| Foto nicht am Ziel aufgenommen, aber so muss es ausgesehen haben :) |
Ich habe meine Medaille in Empfang genommen und Familie und Freunde gesucht und gefunden. Alle haben sich für mich gefreut und ein Jubelschrei kam auf, als ich meine Platzierung vorlas:
Platz 10'326 (von 30'028) mit einer Zeit von 2:05:44
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