Als Teil des Trainings für die Balatonumrundung bin ich drei Tage hintereinander je einen Halbmarathon gelaufen. Der erste fühlte sich nach Pflicht an, denn dieser war der erste von drei langen Läufen hintereinander. Gut, dass ich mir dazu unter anderem die zwei kältesten Tage ausgesucht hatte. Am Dienstag bin ich voll motiviert bei Sonnenschein gestartet, habe es einfach laufen lassen. Zum Ende leichter Zeitdruck, da ich meine Tochter vom tanzen abholen wollte.
Die Trainingswoche, vor der ich von Anfang an den größten Respekt hatte, war / ist die Woche sechs, die letzte Juni Woche. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag je 30 km. Dagegen werden die zehn Kilometer am Wochenende wohl ein Spaziergang.
Im voraus plante ich die Zeiten der Läufe mit meinen Kolleginnen. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle, dass ihr (AF und MAW) mir den Rücken frei gehalten habt.
Im zweiten Teil der Planung stand die Klamotten Frage auf dem Programm. Einmal vom Büro nach Hause und je zweimal von zu Hause zum Büro. Inklusive Wetterbericht nahm ich eine entsprechende Anzahl an Shirts, Hosen usw mit.
Was sagt die Motivation? Neutral. Zumindest am Dienstag. Ich startete gegen 12:30 Uhr am Humboldthain und lief via Bürgerpark, Schönholz und Rosenthal in den Naturpark Lübars. Hier lief ich noch nie. Warum eigentlich nicht? Es ist ideal zum laufen, Inliner / Rad fahren, walken, Spaß haben. Ich folgte mehrere Kilometer dem Mauerweg und landete schließlich in Glienicke Nordbahn, dann weiter an der B96 lang bis Oranienburg. Am Ende standen 32 km auf der Uhr, aber... mit einer Pace von 7:58 Minuten pro Kilometer. Acht sollten es laut Plan sein.
Am Mittwoch sah es mit der Motivation schon anders aus, da war sie so gut wie nicht vorhanden. Da war mein Highlight, morgens kurz nach 6 Uhr Chris getroffen zu haben. Zwei Bekloppte, die nichts anderes zu tun haben, als weit vor sechs Uhr das Haus zu verlassen, um zu trainieren.
Kurzfristig entschied ich mich unterwegs statt der geplanten Strecke wieder durch Lübars zu laufen und folgte für viele Kilometer bis zum S-Bahnhof Wilhelmsruh dem Mauerweg. Dort in die S-Bahn bis Brandenburger Tor und den Rest der Strecke zu Fuß. Um zehn hatte ich einen Termin... Als endlich die 30 km auf der Uhr standen, war ich froh, das es vorbei war.
Duschen, anziehen, schönen guten Tag...
Duschen, anziehen, schönen guten Tag...
Donnerstag, gleiches Spiel, andere Route. Die Temperaturen waren gut, die Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Schon nach wenigen Kilometern war ich komplett durch. Ich lief von Oranienburg via Hohen Neuendorf der B96 folgend zum Kutschi von dort Richtung Tiergarten bis Hauptbahnhof. Den Rest mit der Bahn. Auch heute war es anstrengend, aber es fiel mir auf jeden Fall leichter, als gestern und heute Abend bin ich, verglichen zu den letzten zwei Abenden, richtig fit und nicht so müde.
Ich bin noch nie dreimal hintereinander 30+ km gelaufen und muss das auch nicht so schnell wieder haben. Unglaublich, wozu mein Körper fähig ist. Am Ende habe ich für mich gelernt, das es, wie so oft, Kopfsache ist, seine Ziele zu erreichen. Jetzt erstmal zwei Tage Pause, nicht laufen, pausieren.
Wenn ich anderen von meinen Plänen erzähle, höre ich häufig, "... du bist verrückt..." Das ist hiermit bestätigt...
:)
Wenn ich anderen von meinen Plänen erzähle, höre ich häufig, "... du bist verrückt..." Das ist hiermit bestätigt...
Zahlenspiele:
Inklusive dem Ultra-Marathon am letzten Sonntag bin ich in den letzten fünf Tagen über 138 km gelaufen.
Inklusive dem Ultra-Marathon am letzten Sonntag bin ich in den letzten fünf Tagen über 138 km gelaufen.
Monat Juni:
Läufe: 18
Distanz: 373 km
Zeit: 43:31:15 h:m:s
Kalorien: 24.915 cal
Läufe: 18
Distanz: 373 km
Zeit: 43:31:15 h:m:s
Kalorien: 24.915 cal
In diesem Sinne alles Gute für den Juli, bleibt gesund,
René
Heute war es endlich soweit. Der erste Ultra-Marathon in Oranienburg stand auf dem Plan und führte durch alle Ortsteile der Stadt und natürlich durch Oranienburg selbst. Start und Ziel war das Schloss in Oranienburg, Sandra und Jörg nahmen vom Start weg teil.
Bei allen Teilnehmern ist eine geballte Ladung Lauferfahrung vorhanden. Das alleine stellt schon sicher, das es nicht langweilig wird.
Zunächst liefen wir nach Germendorf und von dort weiter nach Sachsenhausen. Dort wartete nach 11,5 km auch der erste Verpflegungspunkt (VP). Nach einer kurzen Pause starteten wir wieder, um nach Malz zu kommen.
Hinter der Schleuse in Malz bogen wir rechts nach Friedrichsthal ab, um dann Richtung Grabowsee zu laufen. Der Oder-Havel-Kanal sieht immer wieder beeindruckend von der Brücke aus, daher machten wir einen kurzen Fotostopp. Der nächste VP war keine vier Kilometer mehr entfernt und wir liefen auch bis dahin ziemlich zackig.
Geplant war, dass wir in einer 7er Pace laufen, tatsächlich waren es wohl um die 6:40 Minuten pro Kilometer, also etwas zu schnell. Dafür konnten wir uns länger an den VPs aufhalten
;)
Hinter der Schleuse in Malz bogen wir rechts nach Friedrichsthal ab, um dann Richtung Grabowsee zu laufen. Der Oder-Havel-Kanal sieht immer wieder beeindruckend von der Brücke aus, daher machten wir einen kurzen Fotostopp. Der nächste VP war keine vier Kilometer mehr entfernt und wir liefen auch bis dahin ziemlich zackig.
Geplant war, dass wir in einer 7er Pace laufen, tatsächlich waren es wohl um die 6:40 Minuten pro Kilometer, also etwas zu schnell. Dafür konnten wir uns länger an den VPs aufhalten
Ortsteil Nummer fünf war Schmachtenhagen, VP voraus. Der VP wurde von Kathleen, die hier für den Rest der Strecke einstieg, und ihrem Mann ganz toll vorbereitet. Sandra verabschiedeten wir hier. Schön, dass du dabei warst.
Zwischen Schmachtenhagen und Zehlendorf regnete es. Warmer Sprühregen oder wie ich es nannte, eine Dusche. Ich empfand es als sehr angenehm, aber auch nur, weil der Wind nicht kalt wehte.
Zehlendorf hatten wir bereits hinter uns gelassen und zwischen diesem Dorf und Wensickendorf mussten wir aufpassen, da wir ohne Seitenstreifen und Fußgängerweg der L21 folgten. Ging alles gut und nun waren wir schon beim nächsten Verpflegungspunkt in Wensickendorf. In der Zwischenzeit wurden wir wieder von der Sonne getrocknet und genossen wieder Cola, Wasser und viele Snacks aus dem mobilen VP. Lecker.
Nur noch 13 Kilometer bis zum Ziel, auf nach Lehnitz, zum achten und letzten Ortsteil. Nicht von Bäumen geschützt, hatten wir zeitweise viel Gegenwind.
Vor der Lehnitzschleuse bogen wir links ab und liefen am schönen Lehnitzsee entlang. Auch hier hielten wir für einen kurzen Fotostopp.
Vor der Lehnitzschleuse bogen wir links ab und liefen am schönen Lehnitzsee entlang. Auch hier hielten wir für einen kurzen Fotostopp.
Die letzten 600 Meter liefen wir an der Havel entlang, direkt auf das Schloss zu.
Nicht nur, das dort schicke Medaillen warteten, es wartete auch noch ein kleiner und liebevoller Abschluss VP mit leckeren Sachen, wie Melone und andere Kleinigkeiten und gekühltes Erdinger Alkoholfrei. Boah, war das lecker.
Ein riesengroßes Dankeschön an meine Familie für die zwei VPs. Toll, dass ihr das mitgemacht habt. Ebenso zwei VPs wurden von Kathleen und Familie gesponsert. Ganz stark.
Danke, dass ihr alle dabei wart. Ihr habt den Lauf zu etwas besonderem gemacht und ich bin mir sicher, das beim nächsten Mal mehr Leute dabei sein werden, denn Oranienburg ist anders
;)
45,56 Kilometer brauchte es insgesamt, um alle Ortsteile zu erlaufen. Brutto gleich Nettozeit: 5:27:32 h:m:s.
In diesem Sinne, Sport frei,
René





























